Zuckeraustauschstoffe: Werden Verbraucher ausreichend gewarnt?

Hersteller von zuckerreduzierten oder -freien Lebensmitteln setzen häufig Zuckeraustauschstoffe als Süßungsmittel ein. In größeren Mengen können diese Blähungen und Durchfall verursachen. Die Verbraucherzentrale Bayern prüfte in einem stichprobenartigen Marktcheck, ob Verbraucher ausreichend vor übermäßigem Verzehr gewarnt werden.

Vorgeschrieben ist ein Warnhinweis „kann bei übermäßigen Verzehr abführend wirken“ auf Lebensmitteln, die mehr als 10 Prozent Zuckeraustauschstoffe enthalten, zum Beispiel Sorbit, Mannit und Xylit.

Die Verbraucherzentrale wollte wissen, ob sich Hersteller an diese Vorgabe halten und in welcher Weise die Kennzeichnung erfolgt. Sie überprüfte 16 Produkte wie Bonbons, Fruchtgummis und Riegel mit Zuckeraustauschstoffen.

Die Prüfung ergab, dass mit einer Ausnahme alle Hersteller den vorgeschriebenen Warnhinweis angeben. Doch in zwei Drittel der Fälle ist der Aufdruck nicht deutlich sichtbar.

Wenige Hersteller nutzen Fettschrift und Farbveränderungen für eine auffällige Kennzeichnung des Warnhinweises. Und nur bei einem Produkt ist angegeben, ab welcher Verzehrmenge es eine abführende Wirkung haben kann.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale sollten Warnhinweise prinzipiell auf den ersten Blick wahrnehmbar sein, sonst erfüllen sie ihre Funktion nicht. Es ist aber rechtlich weder vorgeschrieben, dass sie auf der Vorderseite stehen müssen noch dass sie beispielsweise durch Schriftart oder -farbe besonders hervorzuheben sind.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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