Weidende Rinder steigern die Artenvielfalt

Weidende Rinder erzeugen auf Grünland Vegetationsmuster und können dadurch die Artenvielfalt von Insekten steigern. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen entdeckt. Sie hatten in den Jahren 2002 bis 2011 ein Langzeitexperiment auf altem Dauergrünland durchgeführt. Die Flächen waren je ein Hektar groß und wurden in drei unterschiedlichen Intensitäten von Rindern beweidet. Zudem bestimmten die Wissenschaftler die Artenzahl und Häufigkeit von Heuschrecken und Schmetterlingen.

KUHlDas Grünland in Mitteleuropa ist Teil der Kulturlandschaft und im Rahmen Jahrhunderte langer landwirtschaftlicher Nutzung entstanden. Dazu gehören alle landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen Gras und krautige Pflanzen wachsen. Sie werden durch Nutztiere beweidet oder gemäht.

Nach der aktuellen Studie war der Nutzen für die Artenvielfalt bei einer mittleren Beweidungsintensität am höchsten. Die Rinder erzeugten bestimmte Muster in der Vegetation und prägten dadurch den Lebensraum vieler Insekten, schreiben die Wissenschaftler im „Journal of Applied Ecology“. So war die abwechslungsreiche Struktur der Grasnarbe für Heuschrecken von Vorteil. Auch Schmetterlingspopulationen profitierten von unterschiedlichen Höhen in der Grasnarbe, vor allem wenn höher wachsende Bereiche dominierten. Die Beweidung muss daher nicht weiter reduziert werden und kann zum Erhalt der wichtigen Funktionen des Ökosystems Grünland beitragen.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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