Wald: Artenvielfalt erhöht Produktivität

Geht die Artenvielfalt von Wäldern verloren, sinkt auch die Produktivität. Werden dagegen Monokulturen wieder zu Mischwäldern, steigt der Holzertrag – zusätzlich zu den vielen ökologischen Vorteilen. Das belegt eine weltweite Untersuchung der im Jahr 2016 gegründeten Forschungsgemeinschaft „Global Forest Biodiversity Initiative“ (GFBI). Daran beteiligt war auch ein Team von Professor Dr. Dr. Hans Pretzsch von der Technischen Universität München.

Sonniger SommerwaldFokus der Studie war die Biodiversität und ihr Einfluss auf die Produktivität von Wäldern, für die Daten von mehr als 770.000 Flächen aus 44 Ländern ausgewertet wurden. Rund 30 Millionen Bäume und 8.700 Baumarten gingen in die Analyse ein. Die wichtigsten Waldökosysteme der Erde waren vertreten – von Mangroven über Bäume in tropischen Feuchtwäldern, Mitteleuropa, Tundren und Trockensavannen bis hin zu mediterranen Wäldern.

Nach den Studienergebnissen lässt eine Abnahme der Baumarten um 10 Prozent die Holzproduktion im Mittel um 6 bis 7 Prozent sinken. Bei einem weiteren Artenrückgang nehmen die Ertragsverluste sogar exponentiell zu. Eine Artenverarmung um 99 Prozent führt zu wirtschaftlichen Verlusten von schätzungsweise 166 bis 490 Milliarden US-Dollar im Jahr. Diese Summe ist im Vergleich zu den globalen Ausgaben zum Erhalt der Biodiversität mehr als doppelt so hoch, berechnen die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“. Die geringere Artenvielfalt wirkt sich nicht nur auf die Produktivität des Waldes aus, sondern beeinträchtigt auch die genetische Vielfalt sowie Schutz- und Erholungsfunktionen der Ökosysteme. Des Weiteren ist zu bedenken, dass Einbußen im Holzertrag in Entwicklungsländern die Armut der lokalen Bevölkerung verschlimmern können.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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