Verpackungsmüll im Stadtbild – Das Phänomen “Littering”

Wenn das Wetter schön ist, zieht es Jung und Alt in Parks und Grünanlagen. Leider bleibt nach dem Picknick häufig der Abfall an Ort und Stelle liegen. Vom Coffee-to-go-Becher bis zu Einwegverpackungen für Mitnahme-Snacks. Die Humboldt-Universität Berlin ging in den Jahren 2005 bis 2017 dem Phänomen „Littering“ nach, wie das bewusste oder unbewusste Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum genannt wird. Dafür machten mehr als 5.000 Menschen aus Berlin, Frankfurt am Main, Köln und Hamburg Angaben in Fragebögen, nahmen an Interviews und psychologischen Experimenten teil.

woman drinking coffeeSauberkeit ist ein Wohlfühlfaktor und steht in der Stadt auch für Lebensqualität. Nach den Studienergebnissen sind die Hauptverursacher von „Littering“ junge Erwachsene im Alter von 21 bis 30 Jahren. An zweiter Stelle stehen Jugendliche (14 bis 20 Jahre), gefolgt von älteren Erwachsenen (über 50 Jahre). Die überwiegenden Gründe sind nach Angaben der Teilnehmer Bequemlichkeit, Faulheit und Gleichgültigkeit, denn Abfallbehälter sind in der Regel in unmittelbarer Nähe vorhanden. In erster Linie waren bereits verschmutzte Orte, öffentliche Plätze, Gehwege und Grillplätze betroffen.

Viele Großstädter ärgern sich über herumliegenden Müll in ihrer Umgebung, wobei Take-Away-Verpackungen offenbar ein großes Problem sind, informiert der Verband Kommunaler Unternehmen. Noch vor einem Jahrzehnt spielten Einwegbecher und Mitnahme-Snacks aus Gastronomie und Einzelhandel in der Wahrnehmung von Müll im öffentlichen Raum kaum eine Rolle (6 %). Im Jahr 2016 nahmen sie mit 20 Prozent nach Zigarettenkippen (35 %) bereits den höchsten Anteil ein.

Plastikmll SchildDie Frage nach geeigneten Maßnahmen und Kampagnen gegen „Littering“ ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Weniger Verpackungsmüll und ökologischere Verpackungen sind gefragt. Einzelne Restaurants bieten inzwischen die Verwendung von Mehrwegbehältern für Essen zum Mitnehmen an. Auch den Coffee-to-go gibt es zum Teil im Mehrwegbecher.

Idealerweise werden Essen und Getränke für unterwegs aber selbst zubereitet und in eigene Behälter verpackt, die wieder mit nach Hause genommen werden. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern schmeckt oft auch besser.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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