Studie: Lassen sich Städte regional versorgen?

Können Menschen in Ballungsräumen überwiegend mit regionalen Lebensmitteln versorgt werden? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nachgegangen. Für ihre Studie verglichen sie am Beispiel der Stadt Berlin Angebot und Nachfrage von Lebensmitteln. Anhand von Daten der Nationalen Verzehrsstudie sowie nationalen und internationalen Agrarstatistiken berechneten sie deren Flächenbilanz. So lässt sich einschätzen, wie viel europäischer und außereuropäischer Boden in einem Lebensmittel steckt.

Pfeil mit Baum AUS DER REGIONMit dem Wohlstand ist zum Beispiel der Konsum von tierischen Produkten gestiegen, die sehr ressourcenintensiv sind. Allerdings sind sie im Vergleich zu Obst, Gemüse, Kaffee und Tee weniger von ausländischen Flächen abhängig.

Offenbar wäre eine größtenteils regionale Versorgung von Großstädten möglich, wenn die Produzenten ihr Angebot stärker an die Bevölkerung anpassen und die Einwohner gleichzeitig mehr regionale Lebensmittel kaufen.

Das stellt die aktuellen Konsumgewohnheiten in Frage, schreiben die Autoren in der „Ernährungsumschau“. Sie sprechen sich für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln aus. Neben Gastronomie und Einzelhandel ist vor allem der Verbraucher gefragt. Dabei muss niemand auf exotische Früchte, Schokolade und Kaffee verzichten. Es geht darum, die Ernährung stärker an das regionale und saisonale Angebot anzupassen.

Im Umland von Berlin wären laut Studie grundsätzlich ausreichend Flächen vorhanden, um den Selbstversorgungsgrad zu steigern. Derzeit werden im umliegenden Brandenburg hauptsächlich Mais, Raps und Weizen angebaut, die in erster Linie als Futtermittel und zur Energiegewinnung verwendet werden. Der Anbau von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten ist gering. Das macht deutlich, dass die Städte heutzutage immer mehr von den Orten der landwirtschaftlichen Produktion entkoppelt sind. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass nicht jeder Standort zur Erzeugung aller Pflanzenarten geeignet ist.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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