Studie: Frisches Obst und Gemüse landen am häufigsten im Hausmüll

Privathaushalte in Deutschland werfen vor allem Obst und Gemüse gefolgt von Brot und Backwaren in den Müll. Das zeigt eine erste repräsentative Studie zum Thema. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Sie liefert erstmals repräsentative Ergebnisse über die Art und Zusammensetzung von Lebensmittelabfällen, die in privaten Haushalten anfallen.

Rotten fruit and vegetablesDer Studie zufolge entfallen 34 Prozent der vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse; 14 Prozent machen demnach Brot und Backwaren aus. Ein weiterer Befund der Untersuchung: Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen. Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell weniger weg. Nach wie vor werden zu viele frische Lebensmittel weggeworfen, aber auch bereits zubereitete Mahlzeiten werden zu häufig entsorgt: Insgesamt landen mindestens 55 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr in Deutschland im Müll privater Haushalte. Fast die Hälfte dieser Abfälle schätzen selbst die Befragten als vermeidbar ein. Hier besteht für Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen ein hohes Potenzial. So ließe sich etwa durch bessere Einkaufsplanung und passendere Zubereitung von Mahlzeiten gegensteuern.

Erste positive Tendenzen sind erkennbar: Sowohl die Initiative des BMEL gegen Lebensmittelverschwendung Zu gut für die Tonne! als auch andere Initiativen wie z. B. foodsharing und entsprechende Medienberichterstattung haben die Menschen offensichtlich erreicht und für mehr Lebensmittelwertschätzung sensibilisiert: Da die Ausgaben für private Lebensmitteleinkäufe sinken und die Umsatzzahlen in der Außer-Haus-Verpflegung steigen, ist ein Rückgang der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten seit 2012 anzunehmen. Der Ernährungsreport 2018 bestätigt diese Aussage: 63 Prozent der Befragten kaufen bereits bewusster ein, damit nicht mehr so viel weggeworfen wird.

Die Studie bildet eine gute Grundlage für neue politische Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Dabei haben sich Personen bis 40 Jahre als eine wichtige Zielgruppe herausgestellt.

Quelle: Zu gut für die Tonne!

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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