Schnittholz wirtschaftlich und ökologisch nutzen

Im Obst- und Weinbau fallen europaweit viele Tonnen an Schnittholz an, das zumeist ungenutzt bleibt. Bisher war es meist zu aufwändig, dieses zu bergen und einer Verwertung zuzuführen. Eine Studie unter der Leitung des Leibniz-Institutes für Agrartechnik Bornim hat nun ergeben, dass es durchaus möglich ist, das anfallende Schnittholz aus dem Obst- und Weinbau zu nutzen, um daraus Energie zu gewinnen.

Frau schneidet Zweig mit AstschereDazu mussten lediglich die Aufbereitungs- und Lagerungsprozesse optimiert werden. Für die Ernte wurde eine neuartige Ballenpresse sowie ein spezieller Hacker entwickelt, die es ermöglichen, das Schnittgut in Weinbergen oder Obstplantagen vom Boden aufzulesen, zu verarbeiten und somit transportfähig zu machen. Zudem soll eine IT-Plattform helfen, Ernte und Lieferlogistik zu optimieren und die Qualität des Baumschnitts zu überwachen.

Das Konzept erwies sich erfolgreich in den Versuchsplantagen in Spanien, wo Schnittholz von Pfirsich- und Mandelbäumen gesammelt und aufbereitet wurde, ebenso wie an der französischen Atlantikküste im Weinbau. Hierzulande wurde die neue Technologie im kontinentalen Klima Brandenburgs in Apfel- und Kirschkulturen erfolgreich umgesetzt. Besonderes Augenmerk wurde auch auf ökologische Aspekte gelegt.

Die Wissenschaftler betonen, dass der eher geringe Nährstoffentzug leicht durch eine mäßige Düngung ausgeglichen werden könne und eine Grasnarbe alternativ für den Nachschub an Kohlenstoff sorgen könne. Dank solcher begleitender Maßnahmen sei die Bodenfruchtbarkeit nicht gefährdet.

Insgesamt zeigten die Untersuchungen, dass sich dort, wo Schnittholz in großen Mengen anfällt und nachhaltig genutzt wird, erhebliche Vorteile für die Region ergeben können. Die Energienutzung ermöglicht eine Erweiterung der Wertschöpfungskette. Die EU fördert diese Untersuchung mit dem Ziel, Schnittholz aus Dauerkulturen für den nachhaltigen Ausbau des europäischen Biomasse-Marktes zu erschließen. Entsprechende Geschäftsmodelle für die Obstbauern und Winzer wurden ebenfalls entwickelt, um die neue Technologie auch in die Praxis umsetzen zu können.

Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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