Saft aus eigenem Obst immer beliebter

Ist die Ernte im eigenen Garten üppiger ausgefallen, kann aus den Früchten ein leckerer und hochwertiger Saft hergestellt werden. Das ist nicht schwierig. Bei einer kleinen Obstmenge reicht ein normaler Fleischwolf, der mit einem Spezialvorsatz zur Fruchtpresse wird. Dünnschalige Beeren werden einfach durch ein Tuch gedrückt, während Saft aus farbintensiven Beeren am besten in einem Dampfentsafter gelingt. Bei größeren Mengen und härteren Früchten ist allerdings eine Presse notwendig.

SaftVor allem junge Familien nutzen immer häufiger das Angebot von mobilen Mostereien, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Sie werden auf Fahrzeugen transportiert, um vor Ort Saft aus Streuobst zu pressen. Für die Saftgewinnung sind viele Früchte wie Apfel, Birne und Quitte, aber auch Wildobst wie Schlehe und Kornelkirsche geeignet. Die Qualität des Saftes hängt von den Früchten aber auch von der Vorarbeit ab. Das Obst muss sauber sein und sollte auf Zweige, Blätter und Gras kontrolliert werden. Überreife und faule Früchte sind nicht zum Entsaften geeignet, da Geschmack und Haltbarkeit leiden.

Idealerweise wird das Obst erst kurz vor der Verarbeitung geerntet. Nach dem Pressen muss der Saft für rund 20 Minuten auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden, um Hefen und Essigsäurebakterien abzutöten und das Gären zu verhindern. Zum Schluss wird der noch heiße Saft in saubere und heiß ausgewaschene Flaschen gefüllt.

Schlehe

Schlehe

Nach Angaben des NABU pressen mobile und kleine Mostereien in Deutschland jährlich rund 50 Millionen Liter Saft aus mehr als 65.000 Tonnen Obst. Die Früchte stammen überwiegend von hochstämmigen Streuobstwiesen. Bundesweit sind beim NABU über 300 Mostereien gemeldet, die nach Terminvereinbarung individuelle Säfte aus dem eigenen Obst pressen. Die Saison geht von Ende August bis Anfang November, denn in dieser Zeit wird das meiste Kernobst geerntet. Meist beträgt die Anliefermenge mindestens ein Zentner Früchte. Wer nicht selbst pressen will, kann die frischen Säfte auch bei Mostereien und beim Obstbauern kaufen.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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