Rückverfolgbarkeit von Lebensmittel-Zutaten noch verbesserungswürdig

Der Lebensmittelhandel ist ein globales Geschäft und Verbraucher fragen sich zunehmend, woher ihr Essen kommt. Über Tracking-Codes, QR-Codes, Produkt-IDs oder Eingabe des Mindesthaltbarkeitsdatums auf einer Website können interessierte Käufer die Zutaten eines Lebensmittels im besten Fall bis zum Hühnerhof, zum geschlachteten Schwein oder zum Spinatfeld zurückverfolgen. Ein Blick ins Supermarktregal zeigt jedoch, dass bislang nur wenige Hersteller freiwillig über die Herkunft ihrer Zutaten informieren. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine aktuelle Stichprobe unter die Lupe genommen.

Untersucht wurden die Produkte von zwölf Unternehmen, die auf Produkten oder im Internet die Rückverfolgbarkeit von Inhaltsstoffen versprachen und sich damit bereits positiv vom Gros aller anderen Anbieter abhoben.

Ein Drittel der überprüften Hersteller mit freiwilligen Deklarationen hielt das Versprechen zur Rückverfolgbarkeit durchweg ein und informierte Verbraucher transparent und umfassend. Das zweite Drittel blieb hinsichtlich der Angaben unkonkret und veröffentlichte bei Tieren beispielsweise nur das Land der Aufzucht und nicht die genaue Region oder eine Liste der landwirtschaftlichen Betriebe. Das letzte Drittel konnte zum Zeitpunkt der Erhebung keine funktionierende Rückverfolgbarkeit gewährleisten – beispielsweise aufgrund fehlender Daten oder nicht funktionierender Links –, behob die Fehler jedoch umgehend.

Die Kennzeichnungspflichten der Europäischen Union reichen in der Regel nicht aus, um die Herkunft von Zutaten nachverfolgen zu können. Verbraucher, die beispielweise weite Transportwege vermeiden möchten, können sich zurzeit nur auf freiwillige Herkunftsinformationen verlassen.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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