Palmöl erkennen und vermeiden

Palmöl steckt in vielen Produkten. Um den Bedarf zu decken, werden in Südostasien große Flächen Regenwald gerodet. Insbesondere Malaysia und Indonesien sind betroffen: Häufig wird dort durch Brandrodung Platz für Palmöl-Plantagen geschaffen. Das führt zu gefährlichem Smog in den Ländern, Tiere verlieren ihren Lebensraum und Menschen werden wegen immer größer werdenden Plantagen aus ihren Dörfern vertrieben.

Palmöl wird in unzähligen Lebensmitteln verwendet. Schokolade, Margarine oder Fertigpizza sind nur einige. Auch in Biosprit, Wasch- und Putzmitteln steckt Palmöl. Der Rohstoff ist vielseitig einsetzbar und billig.

indexAuf Lebensmittelverpackungen müssen verwendete Öle in den Zutaten seit Dezember 2014 namentlich aufgeführt sein. Bezeichnungen wie „Pflanzenöl“, „Pflanzenfett“ oder „pflanzliches Öl“ reichen nicht mehr aus. Die Pflanze, von der das Fett oder Öl stammt, muss zusätzlich genannt sein. So können Verbraucher gezielt nach Produkten ohne Palmöl suchen. Ein Ersatz für Palmöl sind zum Beispiel Kokosfett oder Sojaöl. Allerdings sind auch diese keine guten Alternativen – für den Sojaanbau zum Beispiel wird Regenwald in Südamerika abgeholzt.

Es gibt zertifiziertes Palmöl, zu erkennen am RSPO-Siegel. Laut WWF garantiere es ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit. Kritikern ist das nicht genug. Einige Unternehmen bemühen sich daher freiwillig um noch strengere Standards beim Einkauf, wie etwa faire Löhne für die Arbeiter und das Verbot von Kinderarbeit auf den Plantagen. Ernährungsphysiologisch ist Palmöl wenig wertvoll, denn es enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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