Ostsee-Fischerei: Mehr Hering, weniger Dorsch

In der Ostsee entwickeln sich viele Fischbestände gut. Vor allem der Hering und die Plattfische haben sich erholt, informiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Fangmengen für Dorsch und Sprotte müssen dagegen reduziert werden. Der Zustand wirtschaftlich wichtiger Fischbestände wird durch die Thünen-Institute für Seefischerei in Hamburg und für Ostseefischerei in Rostock überwacht. Die Bewirtschaftung der Fischbestände in europäischen Gewässern richtet sich nach dem höchstmöglichen Dauerertrag. Die Bestände müssen ihre volle Fortpflanzungskapazität erhalten und zusätzlich optimale Erträge erzielen.

Atlantic herring on whiteBeim Hering (Clupea harengus) war die fischereiliche Sterblichkeit in der Ostsee in 2014 so niedrig wie nie zuvor. Der Bestand ist seit 2011 gewachsen, sodass die Fangmengen ab 2015 wieder steigen können. Beim westlichen Hering erhöht sich die Fangquote um 12 Prozent, beim östlichen Hering sogar um 45 Prozent.

Die Entwicklung des Dorsches (Gadus spec.) ist insbesondere in der östlichen Ostsee weniger gut: Seit dem Jahr 2011 nehmen die Bestände wieder ab. Daher muss die Quote um 22 Prozent gekürzt werden. Der westliche Dorsch ist von den dänischen Inseln bis Bornholm verbreitet. Auch wenn die Bestände wieder wachsen, ist der Fischereidruck hoch und die Quote wird um knapp 7 Prozent gesenkt. Bei der Sprotte (Sprattus sprattus) werden die Fangmengen um 11 Prozent herabgesetzt.

Aufgrund der insgesamt gesunkenen Fangquoten der vergangenen Jahre ist die Einkommenssituation der Fischer angespannt. Ein weiteres Problem ist die oft noch fehlende MSC-Zertifizierung (Marine Stewardship Council), deren Beantragung aufwändig und zeitintensiv ist. Das MSC-Label ist das weltweit führende Nachhaltigkeitssiegel im Fischbereich.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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