Milch-Idylle ist häufig eine Illusion

Milchverpackungen werden oft mit Hinweisen zur Region oder idyllischen Abbildungen von weidenden Kühen beworben. Doch viele Begriffe, beispielsweise „Bergbauernmilch“ oder „Weidemilch“, sind rechtlich nicht geregelt. Die Verbraucherzentrale Bayern hat verschiedene Milchpackungen auf ihre Aussagen überprüft. Dabei ging sie insbesondere der Frage nach, inwieweit die verwendeten Bezeichnungen und Abbildungen der Realität entsprechen und was hinter weiteren Werbeversprechen steckt.

Pfeil mit Baum AUS DER REGIONZu 22 von 24 eingekauften Produkten erhielt die Verbraucherzentrale eine Auskunft der Hersteller. Bei 20 Produkten wird mit der regionalen Herkunft der Milch geworben. Doch nicht immer stimmten die Antworten der Hersteller mit den Angaben auf den entsprechenden Milchverpackungen überein. Bei einigen Produkten war das Milcheinzugsgebiet größer als die beworbene Region, bei anderen der Abfüllbetrieb außerhalb des benannten Gebietes.

Acht Packungen zeigen Bilder von Kühen auf der Weide. Doch bei fünf Herstellern ist den Milchbauern der Weidegang für ihre Tiere nicht verpflichtend vorgeschrieben. Die Dauer der Weidehaltung im Sommer ist teilweise nur kurz.

frische MilchDie Bezeichnung Heumilch ist dagegen rechtlich geregelt. Für die drei Heumilchprodukte versichern die Hersteller, dass bereits jetzt die Vorgaben für das EU-Zeichen „garantiert traditionelle Spezialität“ (g. t. S.) eingehalten werden, die ab März 2018 verbindlich gelten.

Fazit: Die Abbildungen und Versprechen auf Milchpackungen geben Verbrauchern oft kein wirklichkeitsgetreues Bild zur Erzeugung des Produkts. Es fehlen Erläuterungen zu Bildern und Begriffen auf der Verpackung analog den Standards für Heumilch.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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