Mengenkennzeichnung ohne Ausnahmen gefordert!

Wenn Zutaten auf einem Lebensmittel abgebildet oder genannt sind, erfährt der Käufer in der Regel auch, wie viel davon im Produkt vorhanden ist. So will es die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung.

Woman shopping in grocery storeDer Krabbenanteil im Krabbensalat, die Menge an Nüssen in der Nussnougatcreme oder wie viel Pfirsichsaft im Pfirsichnektar steckt, steht dann entweder in der Verkehrsbezeichnung oder in der Zutatenliste. So weit, so gut – wenn es da keine Ausnahmen gäbe…

Denn Hersteller dürfen die Mengenangabe gerade dann unterschlagen, wenn sie eine Zutat in „geringer Menge zur Geschmacksgebung“ verwenden. Im Klartext bedeutet dies häufig: Wer mit einer Zutat nur geizig genug umgeht, muss nicht zugeben, wie wenig davon im Produkt steckt.

Was dabei unter einer „geringen Menge“ zu verstehen ist, klärt die Verordnung nicht. Richter gehen meist von zwei bis drei Prozent aus. So verschweigt beispielsweise das Produkt „Müllermilch Pistazie-Cocos“, wie wenig Kokosnussextrakt und Pistazienmark enthalten sind. Der Sanddorn-Anteil in „Em-eukal“ Sanddorn-Bonbons bleibt ebenso ein Geheimnis wie die Menge an Wasabipulver in „Lorenz Wasabi Erdnüssen“ und der Anteil an Kräutern im „Ziegenfrischkäse Kräuter“ der Firma „Feinkäserei Frischkäse“.

Produkte entziehen sich auf diese Weise einem Qualitätsvergleich. Und nur wer diese Rechtsvorschrift überhaupt kennt, kann einschätzen, dass Zutaten ohne Mengenkennzeichnung lediglich in Spuren zu erwarten sind. Die Verbraucherzentralen fordern den Gesetzgeber auf, diese Ausnahmeregelung zu streichen. Bei abgebildeten und beworbenen Zutaten sollen Käufer ausnahmslos die Mengen im Produkt erfahren.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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