Lebensmittel vor dem Urlaub „retten“

Sommerzeit ist Ferienzeit. Der Urlaub ist gebucht, die Reise lange geplant, aber der Kühlschrank kurz vor der Abreise oft noch voll. Damit es keine böse Überraschung am Abreisetag gibt und dann ungewollt gute Lebensmittel in der Tonne landen, geben wir Tipps für eine Urlaubsplanung möglichst ohne Reste.

finanzrücklagen im einmachglasEs ist alle Jahre wieder  eine Herausforderung: Den Kühlschrank vor dem Urlaub leer kriegen, ohne dass Lebensmittel in der Tonne landen. Getrost lagern kann man alles, was lange haltbar ist (auch in größeren Packungen): Mehl, Nudeln, Reis, Öl, Konserven, Kartoffeln, Honig und Marmelade, verschlossene Säfte und H-Milch sowie die Inhalte der Gefriertruhe. Gemüse wie Spinat, Brokkoli oder Erbsen, Fischfilet oder Brot, das nicht für den Reiseproviant gebraucht wird, kannst du vor dem Urlaub einfrieren und später verwenden. Anders sieht es mit den Lebensmitteln im Kühlschrank aus. Eier, Käse, Frischmilch, offene Säfte, Marmeladen, Joghurts und Quark, Butter oder Margarine, Fisch und Fleisch auf jeden Fall verbrauchen, ebenso weniger lang haltbares Gemüse und Obst.

Darüber hinaus gilt es, die letzten Einkäufe zu planen. Schau dir an, welche Lebensmittel in den nächsten Tagen verbraucht werden müssen. Erstelle einen kleinen Speiseplan für die Woche. Auch die Verwertung von Resten sollte dabei mitbedacht werden. So kannst du schnell entscheiden, welche Zukäufe noch zu tätigen sind – und was du später auf die Fahrt mitnimmst. Beim kurzfristigen „Loswerden“ überzähliger Lebensmittel helfen Freunde, Verwandte, Nachbarn oder Portale wie foodsharing.de. Dort kannst du einwandfreie Lebensmittel einstellen und kostenlos an Interessierte abgeben.

Versorgst du dich vor Ort selbst, nehme angebrochene Basics wie Reis, Nudeln oder Müsli falls möglich mit. Gleiches gilt für Obst wie Äpfel oder Birnen, die gut auch im Rucksack transportierbar sind.

sandwichDa der Tag der Abreise meist stressig wird, kann es sinnvoll sein, den Reiseproviant bereits am Vorabend fertig zu machen. Brötchen- oder Sandwich-Belag kannst du gut vorbereiten, er kommt am nächsten Tag nur noch zwischen zwei Brotscheiben. Gut vorbereiten lässt sich zum Beispiel ein Mix aus Frischkäse, geraspelten Möhren und Kräutern. In Frischhaltefolie kannst du ihn über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Ein Salatblatt verhindert, dass das Brot durchweicht. Oder gleich die Brote fertig machen und gut verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

Orientiere dich an der Wettervorhersage, wenn du Proviant vorbereitest. Bei Hitze solltest du auf Mayonnaise und andere Speisen mit rohen Eiern wegen der Salmonellengefahr verzichten. Auch Mett aus rohem Hackfleisch und Lachs oder andere Fischsorten gehören dann nicht aufs Brot. Auf Frischwurst bilden sich bei Wärme schnell Milchsäurebakterien, die einen schmierigen Film auf der Wurst bilden. Ersetze sie durch Geräuchertes, das durch die Herstellung gut konserviert ist. Kein Problem sind bei Hitze ganze Äpfel und Bananen, Trockenobst, Cherrytomaten und gut verpackte Gemüse-Sticks.

Ein zermatschtes Marmeladebrot mit Leberwurstgeschmack mag keiner mehr essen. Genauso wenig durchgeweichte Salzstangen mit labberigen Gemüse-Sticks. Gib Süßes und Salziges daher immer in getrennten Behältern in die Provianttasche. Achte außerdem darauf, dass Knabbereien nie mit saftigen Lebensmitteln zusammen sind. Sie mögen es lieber trocken. Gemüse und aufgeschnittenes Obst müssen vor dem Austrocknen geschützt werden, zum Beispiel in gut verschließbaren Dosen. Bröckelnde Brote bleiben in etwas Zellophan in der Brotbox ganz. In einer Kühltasche mit Kühlakkus bleibt der Reiseproviant auch auf langen Fahrten frisch und appetitlich.

Wer innerhalb der Europäischen Union (EU) reist kann tierische Lebensmittel wie beispielsweise Milch, Käse, Joghurt, Fleisch, Wurst, Ei, Fischerzeugnisse oder Honig ohne Probleme als Reiseproviant mitnehmen. Sie unterliegen keinen Beschränkungen aus tierseuchen- oder hygienerechtlicher Sicht. Wer allerdings in Nicht-EU-Länder fährt oder mit dem Flugzeug reist, sollte sich mit ein paar Regeln vertraut machen.

Quelle: Zu gut für die Tonne

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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