Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Hunger

Angesichts der monströsen Zahl von 842 Millionen Menschen, die auf unserer Erde noch immer an Hunger leiden müssen, ist der Rückgang um 26 Millionen Hungernden im Vergleich zum vorhergehenden Berichtszeitraum nur ein Hoffnungsschimmer – aber immerhin das.

Jeder achte Mensch leidet unter chronischem Hunger und hat nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen – zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Welternährungsbericht, der von der Welternährungsorganisation FAO sowie Partnerorganisationen herausgegeben wird. Dabei leben in entwickelten Ländern nur unter fünf Prozent der Betroffenen, die große Mehrheit lebt in Entwicklungsländern. Die Deutung dieser Entwicklung in Politik, Verbänden und Medien liegt irgendwo zwischen „Skandal“ und „Hoffnungsschimmer“. Die FAO selbst interpretiert die Zahlen als positives Zeichen, da die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Sollte sich die Zahl der Hungernden ähnlich weiter vermindern, käme die Weltgemeinschaft nahe an das einmal vereinbarte „Millenium Development Goal“ (MDG), nämlich die Halbierung der Zahl der Hungernden bis 2015 heran.

Faktisch ist es natürlich dennoch skandalös, dass überhaupt so eine große Anzahl von Menschen Hunger leiden müssen – mit allen Konsequenzen. Bildung wird beispielsweise gemeinhin eine Schlüsselrolle zur Überwindung von Armut und Hunger beigemessen. Wer schon einmal mit Jugendlichen in Slums gesprochen hat, die seit Tagen nichts Richtiges mehr gegessen haben und die beklagen, dass sie sich vor lauter Hunger auf nichts konzentrieren und sich nichts merken könnten, dem wird deutlich, dass ein satter Magen eine wesentliche Grundlage für ein Fortkommen der Gesellschaften ist. Die FAO stellt fest, dass die Erreichung des MDG voraussetzt, sofortige, beträchtliche zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen. Wohlgemerkt: um die Zahl der Hungernden zu halbieren.

Dennoch werden die kleinen Erfolge in der Presse durchaus positiv bewertet, kritische Anmerkungen gehen vor allem dahin, dass neben der Anzahl der Hungernden noch einer viel größeren Zahl von Menschen keine wirklich ausreichende, ausgewogene und gesunde Ernährung zukommt.

Die Politik fokussiert sich seit einiger Zeit darauf, kleinbäuerliche Strukturen zu fördern aus der Erfahrung heraus, dass selbst in ärmeren Regionen Produktivitätssteigerungen in diesem Sektor die Situation für die Menschen erheblich verbessern könnten. Wenn die Verbesserung der Ernährung mit Maßnahmen der sozialen Sicherung, der Schaffung von Beschäftigung und der Etablierung von Märkten einhergehe, dann sei dies ein Ausweg aus der Armuts- und Hungerspirale.

Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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