Gemüse mit Schönheitsfehlern vor dem Müll retten

Krumme Gurken, dreibeinige Möhren, knollige Kartoffeln – häufig wird Gemüse, das nicht der Norm entspricht, gar nicht erst zum Verkauf angeboten oder von den Kunden abgelehnt. Dabei schmecken diese „Außenseiter“ mindestens genauso gut wie Standardware. Inzwischen gibt es einige Projekte, die mehr Bewusstsein für den Wert der Nahrung schaffen möchten – unabhängig vom Aussehen.

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen werden in Industrieländern 40 bis 50 Prozent der Ernte weggeworfen, meldet das Informationsportal Ökolandbau.de. In Berlin-Kreuzberg haben zwei Designerinnen angefangen, Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern weiterzuverarbeiten und vor der Mülltonne zu bewahren. Unter dem Namen „CulinARy MiSfiTs“, übersetzt „Kulinarische Sonderlinge“ bieten die Frauen Catering, kreative Workshops und Dinner an. In Wien arbeitet das Bio-Catering „Iss mich!“ nach einem ähnlichen Prinzip. Für die Zubereitung der Speisen werden in erster Linie aussortierte Bio-Produkte verwendet, die nicht dem Standard entsprechen. Die Mitarbeiter liefern Gerichte in wiederbefüllbaren Einweckgläsern mit dem Fahrrad direkt nach Hause. Pro Glas sollen 300 g Lebensmittel vor dem Müll bewahrt werden.

Jeder Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, dass ungewöhnlich geformtes Gemüse nicht beseitigt wird. Auf dem Markt und in kleinen Bio-Läden gibt es zum Beispiel häufiger „Zweite Wahl“-Kisten, die zu günstigen Preisen ausgefallene Exemplare anbieten. Sie können auch direkt beim Bauern nachfragen, ob er unverkäufliche Frischware hat. Auf diese Weise kommt Farbe und Abwechslung auf den Teller. Und in der Suppe macht es keinen Unterschied, ob die Kartoffel knollig und die Möhre dreibeinig ist. Hauptsache es schmeckt!

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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