Für mehr Artenvielfalt: Hecken und Wegränder erhalten

Bunte Wegränder und Uferstreifen, Hecken und Feldraine bieten vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Sie sind wertvolle Bestandteile der Kulturlandschaft und wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt Tipps, wie Randstreifen richtig gepflegt und erhalten werden. Grundsätzlich können die Saumbiotope durch den Eintrag von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln gefährdet sein. Daher sollten Landwirte bei der Bearbeitung der angrenzenden Flächen auf die korrekte Technik achten und Pflanzenspritze beziehungsweise Düngerstreuer richtig einstellen. Ausreichend Abstand ist ebenso wichtig wie die Beachtung von Windstärke und Windrichtung.

Für einen dauerhaften Erhalt ist eine extensive Pflege notwendig. Die Mahd sollte erst erfolgen, wenn die am Boden brütenden Vögel die Jungenaufzucht beendet haben. Auch auf die Blüte der Pflanzen ist zu achten, da sie wichtige Nahrungsquellen für Insekten sind. Bei Wegen wird am besten nur eine Seite geschnitten und abwechselnd ein Streifen bis ins nächste Jahr stehen gelassen. Falls der landwirtschaftliche Betriebsablauf nicht gestört wird, ist eine mehrjährige Erhaltung der Vegetation ohne Mahd zu bevorzugen.

Nach Bundesnaturschutzgesetz darf die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen, Hecken und Hängen ganzjährig nicht abgebrannt werden, um Arten und das Biotop zu schützen. Bäume außerhalb des Waldes, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dürfen in der Zeit vom 1. März bis 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Nur schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses von Pflanzen oder zur Gesunderhaltung der Bäume sind in dieser Zeit erlaubt. Idealerweise sollten Landwirte Randstreifen zwischen Oktober und Februar pflegen, frühestens jedoch ab dem 15. Juli. Ein Balkenmäher ist dem Schlegelmäher vorzuziehen.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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