Butter: Den Durchblick zu behalten fällt schwer

Sie sehen aus wie Butter, doch bei genauem Hinsehen entpuppen sie sich als Mischstreichfette mit Rapsöl oder Butterzubereitungen mit Joghurt: Für Verbraucher ist es nicht immer leicht, bei Streichfetten den Durchblick zu behalten, wie auch viele Anfragen im Forum von Lebensmittelklarheit zeigen. Was nicht jeder weiß: Die Bezeichnung „Butter“ ist rechtlich geschützt. Wer wissen will, was er kauft, sollte daher nicht nur auf den Markennamen, sondern vor allem auf Bezeichnung und Zutatenliste schauen.

ButterButter ist EU-weit definiert als ein Erzeugnis mit einem Milchfettgehalt von 80 bis 90 Prozent und einem Wassergehalt von maximal 16 Prozent. Als Zutaten dürfen neben Milchfett nur Salz und Beta-Carotin zugesetzt werden. Bei Sauerrahmbutter sind zusätzlich Phosphate und Natriumcarbonate zulässig. Verbraucher können diese Zutaten in der Zutatenliste erkennen. Trägt die Butter kein Zutatenverzeichnis, besteht sie ausschließlich aus Milchinhaltsstoffen und Milchsäurebakterien – das ist meistens der Fall.

Zusätzliche Qualitätsanforderungen gelten für „Deutsche Markenbutter“ und „Deutsche Molkereibutter“. Diese müssen bestimmte Qualitätskriterien, beispielsweise in Bezug auf Geruch, Geschmack und Streichfähigkeit erfüllen.

Butter and OilHalb- oder Dreiviertelfettbutter sowie Milchstreichfett dürfen weitere Zutaten wie Wasser, Joghurt, Milcheiweiß, Gelatine und Zusatzstoffe wie den Konservierungsstoff Sorbinsäure enthalten. Auch diese müssen in der Zutatenliste aufgeführt werden. Halb- und Dreiviertelfettbutter stehen auch als fettreduzierte oder „Light“-Butter in den Regalen. Einige Hersteller verwenden auch noch den Begriff „Leichte“ Butter.

In keiner der genannten Butter-Varianten ist ein Zusatz von Pflanzenöl zulässig. Wird hingegen ein Teil des Milchfettes durch Raps- oder Olivenöl ersetzt, so muss das Produkt als „Mischstreichfett“ bezeichnet werden. Einige Hersteller verwenden in der Aufmachung Formulierungen wie „aus Butter und Rapsöl“ oder „aus Butter, Rapsöl und Joghurt“. Die korrekte Bezeichnung „Mischstreichfett“ ist oft nur klein auf der Rückseite aufgedruckt. Die Zusammensetzung sowie der Fettgehalt der im Handel erhältlichen Mischstreichfette sind sehr unterschiedlich. Generell empfiehlt sich bei Streichfetten ein Blick auf die Zutatenliste.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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