Armut erhöht das Risiko für starkes Übergewicht

Kinder aus einkommensschwachen Familien haben ein deutlich höheres Risiko für Fettleibigkeit als Gleichaltrige, deren Eltern finanziell besser gestellt sind. Das lassen die Ergebnisse einer britischen Studie vermuten, an der knapp 20.000 Familien in Großbritannien teilnahmen. Die Wissenschaftler untersuchten die Kinder im Alter von 5 und 11 Jahren und teilten die Haushalte in fünf Einkommensgruppen ein. Sie bestimmten den Körpermassenindex (BMI) und verschiedene Faktoren, die eine Gewichtszunahme beeinflussen können.

Woman trying hand to zipper her jeansDie Kinder aus der Gruppe mit dem geringsten Einkommen hatten im Alter von fünf Jahren ein fast doppelt so hohes Risiko für starkes Übergewicht (6,6 %) im Vergleich zu Kindern, deren Eltern den höchsten Verdienst hatten (3,5 %). Im Alter von 11 Jahren waren diese Unterschiede noch deutlicher geworden. Bei den finanziell Schwachen war die Wahrscheinlichkeit für Adipositas knapp dreimal so hoch (7,9 % zu 2,9 %).

Das Körpergewicht wurde in der Studie in mehrere Zusammenhänge gestellt: Mehr als dreimal in der Woche Sport, eine frühe Einschlafzeit und der regelmäßige Obstverzehr (mehr als drei Portionen täglich) förderten eine Gewichtsabnahme. Weniger als eine Stunde Fernsehen pro Wochentag wirkte sich ebenfalls positiv auf das Körpergewicht aus.

Das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft und ein hoher BMI der Mutter hatten dagegen einen genauso negativen Einfluss wie das Weglassen des Frühstücks.

Offenbar hat eine frühe Aufklärung der Eltern ein großes Potenzial – am besten vor der Geburt oder der Schwangerschaft. In Zukunft sollen effektive Maßnahmen entwickelt werden, um sozioökonomische Ungleichheiten auszugleichen und effektiv Übergewicht und Adipositas in der Kindheit vorzubeugen. Ideen der Autoren sind beispielsweise Familiensporttage und Kochkurse für Jung und Alt. Die müssten dann allerdings auch kostenfrei sein und die Zielgruppe der Geringverdiener auch erreichen.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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