(An)grillen: Gas oder Kohle?

Feuerrost oder Gasgrill?  - Eine der ewigen Fragen, wie „Cola oder Pepsi?“, „PC oder Mac?“, „Beatles oder Stones?“. Wahrscheinlich hat jeder einzelne von Euch so seine ganz eigenen Präferenzen und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten bis, sagen wir, die Wurst verbrannt ist. Trotzdem möchte ich im Folgenden noch einmal der Frage nachgehen, welche Vor- und Nachteile Kohle- und Gasgrills mit sich bringen.

Als ich neulich gemütlich mit einem kühlen Bier auf meinem Balkon saß, schlängelte sich nach und nach der Duft gegrillter Köstlichkeiten zu mir empor. Mein Nachbar hatte den Grill angeworfen und war im Begriff, die Grillsaison 2012 für sich einzuläuten. Ich musste mir eingestehen: Er war mir einen Schritt voraus. Doch das Bier half mir, meine von Neid erfüllten Gedanken zumindest im Zaum zu halten.

Ich stellte die Rückenlehne meines Gartenstuhls zurück und geriet ins Grübeln. Die delikaten Rauchschwaden meines Nachbarn ließen keinen Zweifel daran, dass der gute Mann einen Kohlegrill nutzte. „Lecker“, dachte ich, “aber der bissige Rauch ist schon ein wenig lästig”. Mit einem Gasgrill müsste das doch angenehmer sein. Aber weiß ein Gasgrill bei der Zubereitung des Grillguts meine Geschmacksnerven derart zu verzücken, wie es ein Kohlegrill vermag? Ist es nicht gerade das rauchige Aroma von Steak und Bratwurst, das bei einem Barbecue einfach dazugehört? Spontan brachte ich meine Gedanken mit einer Pro- und Kontra-Liste auf den Punkt.

Holzkohlegrill: Pros

  • Preis: Beim herkömmlichen Holzkohlegrill ist man schon mit ein bisschen „Kohle“ für Kohle, Grillanzünder und natürlich den Grill selbst mit von der Partie.
  • Geschmack: Fachleute wie Laien schätzen den typisch rauchigen Geschmack, der auf der Holzkohleglut entsteht.
  • Hitze: Vor allem mit Briketts kann eine besonders hohe Temperatur erzeugt werden. Dies ist ideal zum Überbacken (in einem geschlossenen Grill).

Holzkohlegrill: Kontras

  • Zeit: 20 Minuten dauert es schon, bis das Fleisch auf den Rost kommt.
  • Temperatur-Regulierung: Die Kohlenglut selbst kann nur über die Brennstoffmenge und die Zuluft in gewissem Umfang gesteuert werden.
  • Risiko: Immer wieder kommt es zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen, bei denen Kohle oder Grillanzünder nicht ordnungsgemäß gelöscht wurden.

Gasgrill: Pros

  • Zeit: Gasgrills sind schnell einsatzbereit. Es muss nur der Rost auf Temperatur gebracht werden, bevor es losgehen kann.
  • Rauch: Den gibt es praktisch überhaupt nicht. Deshalb können Gasgrills bedenkenlos auch ohne Störung der Nachbarn auf dem Balkon benutzt werden.
  • Temperatur-Regulierung: Gasgrills können sehr fein reguliert werden. Die vorgewählte Temperatur steht praktisch sofort zur Verfügung. Zudem ist auch besonders langsames Garen mit geringer Temperatur möglich.

Gasgrill: Kontras

  • Preis: Unter 100 Euro ist da kaum etwas zu machen. Locker können auch 500 Euro oder mehr investiert werden. Hinzu kommen noch Kosten für die Gasflaschen.
  • Geschmack: Der typisch rauchige Grill-Flavour entsteht eben nur auf Kohle.
  • Knistern: Zwar ist das Unfallrisiko beim Gasgrill geringer, doch wenn wir mal ehrlich sind, hat das „Spielen“ mit dem offenen Feuer ja auch so seinen Reiz.

Fazit: Was ist nun also die beste Grillmethode? Ich denke, die einzig richtige Antwort lautet einmal mehr “42″. Denn ebenso wie bei „Cola oder Pepsi?“, „PC oder Mac?“ und „Beatles oder Stones?“ gibt es eigentlich keine. Und letztlich hat halt jeder von uns seine ganz eigenen Vorlieben. Ich hoffe, bei Euch hält sich die Enttäuschung über mein salomonisches Fazit in Grenzen. Vielmehr würde ich mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen bei der Wahl seines zukünftigen Freiluft-Garinstruments behilflich sein konnte.

Liebe besserhaushalten-Community: Was bevorzugt Ihr - Feuerrost oder Gasgrill? Habe ich einen entscheidenen Vor- oder Nachteil vergessen? Nutzt einfach die Kommentarfunktion, um Euch an der Diskussion zu beteiligen!

Euer Hendrik vom besserhaushalten-Team

 

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Eine Antwort auf (An)grillen: Gas oder Kohle?

  1. Dennis. S sagt:

    Wunderbar erklärt Hendrik, hab dem nix hinzuzufügen.
    Ich persönlich bevorzuge Feuerrost, da ist meiner Meinung nach der Geschmack und das feeling am besten. Aber Meinungen gehen ja bekanntlich auseinander ;)
    Noch ist die Grillsaison ja nicht vorbei, hoffen wir weiterhon auf gutes Wetter.
    Infos zu Grilltypen und ähnlichem findet Ihr hier

    Nochmals toller Artikel und ich freue mich auf weitere interessante Artikel :)

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