Allergenkennzeichnung häufig mangelhaft

Nur knapp jeder fünfte Betreiber eines Schnellrestaurants nimmt die seit Mitte Dezember letzten Jahres gültige Informationspflicht zu allergenen Stoffen in losen Lebensmitteln ernst. Dies zeigte eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW in 94 Schnellgastronomiebetrieben (Imbissbuden, Burger- und Dönerläden sowie Pizzerien) in den Städten Aachen, Köln und Düsseldorf.

Was bei abgepackter Ware längst Pflicht ist, gilt seit 13. Dezember 2014 auch für lose dargebotene Lebensmittel und Speisen: Im jeweiligen Verkaufsraum muss auf die 14 häufigsten Allergene deutlich hingewiesen werden. Dies kann durch ein Hinweisschild neben dem Lebensmittel, über einen Aushang oder mit einer einsehbaren Liste oder Kladde erfolgen. Eine mündliche Auskunft ist ebenfalls möglich, wenn ein Schild auf diese Informationsmöglichkeit hinweist und Kunden auf Nachfrage auch eine schriftliche Dokumentation zur Verfügung steht.

Verkäufer müssen also wissen, welche Zutaten in den Produkten enthalten sind. Drei Jahre hatten Restaurants und Imbissbetriebe Zeit, um sich auf eine neue Kennzeichnungspflicht ab Mitte Dezember 2014 einzustellen.

Acht Wochen nach Inkrafttreten hat die Verbraucherzentrale NRW den Umgang mit der neuen Verordnung in 94 Betrieben überprüft. Das Ergebnis: In vier von fünf Betrieben fehlte jeglicher Hinweis zu allergenen Zutaten. Lediglich in 19 Fällen entsprach die Information den gesetzlichen Vorgaben: Konkret wurden den Testern 14 Mal schriftliche Hinweise in einer Kladde oder auf Infoblättern überreicht; in fünf Betrieben wies ein Schild auf die mündliche Information durch das Verkaufspersonal sowie auf die ergänzende schriftliche Dokumentation hin.

Die großen Ketten McDonalds, Burger King und Kentucky Fried Chicken hatten hingegen dafür gesorgt, dass die Allergen-Informationen in ihren Fast-Food-Tempeln vorbildlich waren.

Kunden sollten nachfragen, wenn die Informationen fehlen. Wer sich darüber ärgert, dass nicht über Allergene bei loser Ware informiert wird, kann bei der zuständigen Lebensmittelüberwachung auf diesen Missstand hinweisen.

Quelle: www.lebensmittelklarheit.de

Euer Julian vom besserhaushalten-Team

www.besserhaushalten.de

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